Neuseeland

Weihnachten in Neuseeland

Am 20. Dezember ging es für mich und Niklas weiter nach Auckland, wo wir von Niklas Gastmutter Kim und seiner Gastschwester Kerry abgeholt wurden. Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in der kleinen Stadt Warkworth an, welche nördlich von Auckland liegt und die Niklas für dieses Jahr sein Zuhause nennt.

Hier verbrachten wir die Tage vor Weihnachten und ich bekam alles zu sehen, was in Niklas Auslandsjahr eine wichtige Rolle spielt. Von seiner Schule und dem nächstgelegenen Strand, bis zu dem spektakulären Butter Chicken beim Inder im Ort. Auch seine Gastfamilie ist unfassbar freundlich, hat mich mit offenen Armen aufgenommen und integriert. Es ist auf jeden Fall klar, dass man sich um Niklas hier keine Sorgen machen muss und er eine unglaublich coole Zeit hier verbringt.

Die ersten Tage in Neuseeland waren hierbei hauptsächlich von organisatorischen Dingen geprägt. Da ich beschlossen hatte Freunden von Niklas Gastfamilie ihr Auto abzukaufen um damit durch Neuseeland zu reisen, musste das Auto umgemeldet werden und ich habe eine Third-Party Versicherung abgeschlossen. Als alles erledigt war, fehlte nur noch ein Name für das Auto.

Darf ich vorstellen: Marty McFly, nach dem Hauptcharakter aus „Zurück in die Zukunft“!

Für die Weihnachtstage ging es dann mit Niklas Gastfamilie den Jones, auf ihre „Holiday-Bach“ im Norden. „Baches“ werden die Ferienhäuser der Neuseeländer genannt. Hier trafen wir auf die ganze weitere Familie, sprich Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins, und bekamen die volle Gastfreundlichkeit der Neuseeländer zu spüren.

Weihnachten in einer anderen Kultur, mit anderen Traditionen zu feiern, war eine komplett neue Erfahrungen. Da in Neuseeland der eigentliche Weihnachtstag erst der 25. Dezember ist, war der 24. ein stinknormaler Tag. Dieser wurde im Kreis der Familie am Strand, mit Darts oder Billiard spielen in der Garage oder beim Fischen auf dem Boot verbracht. Niklas und ich wurden zu unserem ersten Fischer-Trip mitgenommen und hatten von Anfang an ein paar Fische an der Angel. Nach vier Stunden auf dem Boot waren wir dann allerdings auch ziemlich geschafft.

Neben zahlreichen Aktivitäten, wie Stand-Up-Paddling oder Kayak fahren, trugen die sommerlichen neuseeländischen Temperaturen dazu bei, das bei mir nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufkam. Denn, zumindestens für mich, passt „Last Christmas“ und Strand nicht zusammen.

Trotzdem wurde es am Weihnachtstag dann noch sehr feierlich. Die Geschenke wurden morgens ausgepackt, es gab Pancakes zum Frühstück und gegen Nachmittag wurde ein riesiges Festmahl aufgefahren. Zudem haben wir „Secret Santa“ gespielt, welches unserem Wichteln ähnelt und bei dem jeder ein geheimes Geschenk kauft, die dann untereinander verlost werden.

Eine weitere neuseeländische Weihnachtstradition sind die „Christmas-Popper“. Diese muss man mit seinem Nachbar auseinander ziehen und den Witz, der auf einem kleinen Zettel steht vorlesen. Die Hälfte war ziemlich flach und die andere Hälfte hatte mit Rugby zu tun, weswegen ich nicht alle verstanden habe, aber es war trotzdem lustig.

Insgesamt war es eine super Erfahrung ein richtiges „Beach-Christmas“ zu erleben und es war schön ein für mich familiäres Fest, auch in Neuseeland, nicht alleine verbringen zu müssen.

Nichtsdestotrotz freue ich mich auch schon auf nächstes Weihnachten, wenn es wieder schön kalt ist, Glühwein getrunken wird und man im Kreis seiner eigenen Familie ist.

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