Kapstadt

Die Reise beginnt

Als das Flugzeug abhebt ist es 20.56 Uhr am 15.09.2017 und ich weiß, dass ich für die nächsten zehn Monate keinen deutschen Boden mehr unter den Füßen haben werde. Adieu Graubrot, adieu Mettwurst, adieu Kölsch.

Doch ich möchte von vorne anfangen. Der letzte Tag in Deutschland war ein typischer Abreisetag. Angefangen hat er mit einem sehr schönen letzten gemeinsamen Familienfrühstück und dann ging es auch schon ans packen.

Da ich die meisten technischen und überlebenswichtigen Accessoires schon in den Tagen vorher zusammengelegt hatte, musste ich nur noch meine Klamotten zusammensuchen und alles strukturiert in meinen Rucksack packen. Fertig war ich damit gegen 13.00 Uhr und hatte somit noch zweieinhalb Stunden bis zur angesetzten Abfahrtszeit nach Frankfurt um 15.30 Uhr.

In diesen Stunden habe ich bestimmt zwölfmal kontrolliert ob ich wirklich alles habe und nochmal die letzten Stunden mit meiner Familie genossen. An dieser Stelle props an meine Mutter, die wirklich den weltbesten Apple Crumble macht!

Als es dann langsam Zeit wird aufzubrechen, gehe ich noch ein letztes Mal durchs Haus. Es ist ein komisches Gefühl den Platz auf der Welt, den man zuhause nennt für eine so lange Zeit hinter sich zu lassen. Ein letzter Blick ins Zimmer, in die Küche und in den Garten. Die Sachen ins Auto laden und schon bin ich auf dem Weg in einen neuen Abschnitt meines Lebens.

Auf der Fahrt zum Flughafen bin ich gemischter Gefühle. Es ist schwer zu realisieren, dass man nun seine liebsten Menschen, seine Zuhause und seine Stadt hinter sich lässt und in die Welt aufbricht. An diesem Tag überwiegt jedoch die Vorfreude. Ich bin voller Tatendrang und lechze nach neuen Erfahrungen, fremden Kulturen und einer unvergesslichen Zeit! Und außerdem, in Zeiten von WhatsApp, Instagram und Snapchat bleibt man so leicht in Kontakt und das hilft doch auch sehr.

Am Flughafen angekommen geht es, nachdem ich eingecheckt habe, noch in den Starbucks und dann ist auch schon die Zeit des Abschieds gekommen. Klar bin ich auch ein bisschen traurig, aber meine Familie kommt mich in fünf Wochen besuchen und ich freue mich jetzt schon darauf mit Ihnen durch die Stadt zu laufen und Ihnen alles zu zeigen was ich entdeckt habe!

Die Schlange an der Sicherheitskontrolle war dann doch etwas länger als gedacht, was mich ganze eineinhalb Stunden gekostet hat. Habe es nach einem kurzen Lauf dann natürlich trotzdem rechtzeitig zum Flugzeug geschafft, das auch noch Verspätung hatte. Nach einem kleinen Snack ging es dann ins Flugzeug und alles war startklar.

20.56 Uhr am 15.09.2017 und ich bin in der Luft. Die Reise beginnt…

Am frühen Morgen des nächsten Tages landete das Flugzeug dann in Windhoek, Namibia. Als ich aussteige geht grade die Sonne auf. Der Flughafen liegt inmitten der afrikanischen Savanne und um einen herum sind nur Berge und trockenes Gras. Es ist glaube ich wirklich der kleinste Flughafen den ich je gesehen habe, bestehen aus einer Halle mit fünf Geschäften und zwei Gates. Nach einem Kaffee geht es dann mit Air Namibia weiter. Der Start und die Landung waren etwas holprig, ansonsten war aber alles gut und ich bin pünktlich um 10.30 Uhr in Kapstadt gelandet. Nun bin ich einfach nur gespannt und freue mich. Auf die Menschen, auf die Kultur, auf das Essen, auf die unglaubliche Natur und die pulsierende Stadt.

Kapstadt ich bin angekommen.

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